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Liebe Leserin, lieber Leser,
für das vor uns liegende Jahr rechnet die Weltbank mit einer Rezession im Euroraum und warnt vor einem Absturz der Weltwirtschaft. Die Bundesregierung geht für Deutschland im neuen Jahreswirtschaftsbericht für dieses Jahr von 0,7 Prozent Wachstum aus und erwartet auf dem Arbeitsmarkt einen Beschäftigungsrekord.
Beim internationalen Getreiderat rechnet man mit einer weltweiten Weizenernte von 690 Mio. Tonnen, in Mainz zur Fastnacht mit einem Wulff-Motivwagen, und der Maya-Kalender sagt den Weltuntergang voraus. Wie sicher all diese Prognosen waren, wird sich am Ende des Jahres zeigen.
Bis dahin möchten wir Sie wieder in unserem Newsletter mit Informationen und Beiträgen rund um die Nanostart begleiten. Wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre!
Ihr
 Dr. Hans Joachim Dürr Head of Corporate Communications
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BioMers: Expansion und Automatisierung
Tapetenwechsel bei der BioMers: Vor kurzem ist das innovative Start-up in neue Räumlichkeiten umgezogen. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach der unsichtbaren Zahnspange SimpliClear. Seit 2010 ist SimpliClear für Patienten in Singapur, den USA und Europa erhältlich. Auch Sidra Ahmed, Investment Manager bei Nanostart Asia in Singapur trägt die transparente Zahnspange >>
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Wie Nanotechnologie im Winter für Behaglichkeit sorgt und dabei Energie spart
Effizientere Wärmedämmung, stabilere Baustoffe, umweltverträglichere Energiegewinnung – gerade im Winter so wichtig –, verdanken wir den rasanten Fortschritten vor allem in Material- und Energietechnik. Dabei spielt immer wieder auch Nanotechnologie eine wichtige Rolle >>
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NanoWebTalk: Gelungene Premiere mit dem Direktor des Deutschen Museums
Es war eine kurzweilige informative Reise in die Welt der Nanotechnologie, die die Teilnehmer beim ersten NanoWebTalk der Nanostart AG erleben durften. Professor Dr. Wolfgang Heckl, Direktor des Deutschen Museums in München und Aufsichtsrat bei der Nanostart, ist nicht nur ein brillanter Wissenschaftler, sondern versteht es auch, schwierigste Materie unterhaltsam zu vermitteln >>
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Nächster NanoWebTalk mit Wissenschaftsjournalist Niels Boeing
Am 15. Februar um 17.00 Uhr ist Wissenschaftsjournalist Niels Boeing zu Gast beim NanoWebTalk der Nanostart. Sein Vortragsthema lautet: 'Nanotechnologie: Risiken und (mediale) Nebenwirkungen'. Im Interview gibt er eine Vorschau >>
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Nanostart in Forschung und Lehre: Vortrag vor Wirtschaftsstudenten
Gespannte Aufmerksamkeit für den Mann aus der Praxis: Die Wirtschaftsstudenten der Goethe Universität in Frankfurt folgten am 11. Januar interessiert dem Vortrag von Hansjörg Ruof, Senior Venture Partner der Nanostart >>
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Sidra Ahmed, Investment Manager Nanostart Asia |
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BioMers: Expansion und Automatisierung
Tapetenwechsel bei der BioMers: Vor kurzem ist das innovative Start-up in neue Räumlichkeiten umgezogen. Das Unternehmen reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach der unsichtbaren Zahnspange SimpliClear. Seit 2010 ist SimpliClear für Patienten in Singapur, den USA und Europa erhältlich. Auch Sidra Ahmed, Investment Manager bei Nanostart Asia in Singapur trägt die transparente Zahnspange.
Sidra, warum ist BioMers umgezogen? Sidra: Aufgrund der positiven Resonanz auf SimpliClear und der internationalen Expansionspläne des Unternehmnes soll im laufenden Jahr die Produktion heraufgefahren werden. Dafür müssen Kapazitäten geschaffen werden. Außerdem haben wir neue Mitarbeiter im Bereich Vertrieb und Produktion eingestellt.
Gab es auch Umstellungen bei der Produktion? Sidra: Oh ja, und das ist entscheidend. Der neue Standort ist zwar nur drei Mal so groß wie der alte, aber die Produktion wird um das 20-fache anwachsen. Denn die Herstellung des Kernproduktes von BioMers, der transparenten Nano-Polymerdrähte als Basis für transparente Zahnspangen, wird erstmals teilweise automatisiert. Das ist ein großer Fortschritt, wenn man bedenkt, dass die Polymerdrähte bislang noch überwiegend per Hand in einer kleinen Laborwerkstatt hergestellt wurden.
Und Sie tragen auch SimpliClear? Sidra: Ja das tue ich. Ich sitze ja sozusagen an der Quelle, und ich lache jetzt definitiv schon viel selbstbewusster. BioMers hat mit SimpliClear ein revolutionäres Produkt für den Bereich Kieferorthopädie entwickelt, und einen Quantensprung in der Werkstofftechnik gemacht. SimpliClear trifft genau den Nerv der Zeit. Es ist das weltweit einzige vollständig transparente Zahnspangensystem - und was noch viel wichtiger ist: Es funktioniert hervorragend! Ich werde meine Behandlung voraussichtlich im Juni dieses Jahres abschließen, aber meine Zähne sind bereits heute deutlich gerader als früher. Ich merke jeden Tag, wie positiv die Leute auf die Zahnspange reagieren. Viele bekommen gar nicht mit, dass ich eine trage, bevor ich es ihnen erzähle. Kein Wunder, dass die Resonanz auf das Produkt so groß ist.
Vielen Dank Sidra.
Weitere Informationen zur Nanostart-Beteiligung BioMers erhalten Sie unter: www.biomersbraces.com
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Wärmebildaufnahme eines Einfamilienhauses |
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Wie Nanotechnologie im Winter für Behaglichkeit sorgt und dabei Energie spart
Effizientere Wärmedämmung, stabilere Baustoffe, umweltverträglichere Energiegewinnung – gerade im Winter so wichtig –, verdanken wir den rasanten Fortschritten vor allem in Material- und Energietechnik. Dabei spielt immer wieder auch Nanotechnologie eine wichtige Rolle.
„Tageshöchstwerte um ein Grad, Schnee und Schneeregen sorgen für glatte Straßen, dazu weht kräftiger bis stürmischer Wind“: Wenn man im Winter im gut geheizten Wohnzimmer sitzt, wird einem vielleicht plötzlich die Bedeutung der Bautechnik bewusst.
Zentral für ein behagliches Raumklima bei möglichst niedrigem Energieaufwand ist eine gute Wärmedämmung. Auch der Gesetzgeber macht hier in der Energieeinsparverordnung zunehmend rigide Vorgaben für Neu- wie auch für Bestandsbauten – kein Wunder in Zeiten der Klimadiskussion, geht doch rund ein Fünftel des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland auf den Gebäudebereich zurück. In einem Privathaushalt sind es durchschnittlich sogar 75 Prozent des Energieverbrauchs, die allein für die Raumwärme aufgewendet werden.
Nanoporen halten die Wärme dort, wo sie hingehört Um etwa an den Außenwänden den Heizbedarf auf Passivhaus-Niveau zu drücken, kann man etwa 20 bis 30 Zentimeter dicke Schichten herkömmlicher Dämmstoffe wie Styropor anbringen – mit unschönen Nebenwirkungen in puncto Ästhetik und Raumbedarf. Oder man greift zu intelligenteren Dämmmaterialien. Bereits heute finden sogenannte Silicat-Aerogele Verwendung. Das sind hochporöse, unbrennbare Festkörper aus Siliziumdioxid und Luft. Über 90 Prozent des Volumens bestehen aus Poren, die nur wenige Nanometer groß sind. In der Entwicklung befinden sich ähnliche nanoporöse Schäume auf Kunststoff-Basis.
Vom Backofen bis zur Forschungsstation in der Antarktis Die Nanoporen machen Aerogele steif, in gewissem Maß lichtdurchlässig und verleihen ihnen unfassbar große innere Oberflächen von teils über 1.000 m² pro Gramm, was diese Stoffklasse für verschiedenste Anwendungen interessant macht. Ihre Struktur sorgt aber eben auch für sehr geringe Wärmeleitwerte: Vom Ausgangsmaterial sind viel zu geringe Mengen vorhanden, um viel Wärme zu transportieren, und die Wärmeleitung durch die enthaltene Luft wird durch die winzige Porengröße stark behindert.
Verwendung finden solche nanoporösen Schäume in herkömmlichen Dämmplatten, die an der Gebäudefassade angebracht die Wohnung warm halten, bei Boilern das Wasser heiß oder bei Backöfen den benachbarten Kühlschrank kalt. Ebenso sind sie in Form von Granulat als Einblasdämmstoff zu verwenden oder, mit nochmals gesteigerter Wirksamkeit, als Füllstoff von Vakuumisolationspaneelen. Ein Sonderfall ist der Aerogel-Einsatz als transluzente Füllung zwischen Glasplatten: So entstehen diffus lichtdurchlässige, Wärme und Schall gut isolierende Bauelemente – tauglich nicht nur für unsere Breiten, auch eine britische Forschungsstation in der Antarktis verwendet diese besondere Art der Verglasung.
Stahl, der nicht rostet Vermutlich das wichtigste und meistverwendete Material im Bau ist Beton, gemischt im Wesentlichen aus Zement, Wasser und Gesteinskörnern (Betonzuschlag). Höchstleistungen werden möglich, in dem man Beton nanotechnologisch optimiert. Denn in Beton bilden sich Poren, wodurch die Druckfestigkeit sinkt und die Oberfläche, an der betonschädigende Substanzen angreifen können, größer wird. Abhilfe können geeignete Zusatzpartikel schaffen, welche die winzigen Hohlräume ausfüllen und den Beton dadurch dichter, härter und langlebiger machen.
Um das zu erreichen, haben Kasseler Forscher im zurückliegenden Jahrzehnt systematisch die Nanostruktur des Betons erforscht und mögliche Partikel-Zusätze im Nanometerbereich vermessen, um die optimale Mischung zu finden. Indem man dann noch die Zugfestigkeit durch Zugabe von Stahlfasern erhöht, bekommt man letztlich ein Material mit den Eigenschaften von Stahl, das aber nicht rostet: „ultrahochfesten Beton“ (UHPC). Damit wurden bereits einige Brücken gebaut, darunter die Gärtnerplatzbrücke in Kassel und mehrere kleinere Brücken im US-Bundesstaat Iowa. Die Vorteile: Die Bauwerke halten länger und kommen auch mit geringeren Materialstärken aus. Das spart Rohstoffe und schont das Klima, denn die Zementherstellung ist für rund fünf Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Bessere Solarzellen Strom aus Sonnenlicht spielt als emissionsfreie Energiequelle eine zunehmend wichtige Rolle. Ein wichtiges Ziel ist es, Solarzellen im Hinblick auf Materialverbrauch, Wirkungsgrad und Kosten weiter zu optimieren. Ein Ansatz dafür sind Dünnschichtzellen aus Silizium, die bis zu 1.000 Mal dünner sind als herkömmliche Photovoltaikelemente und entsprechend viel Material sparen. Das Problem ist, dass bei zu geringer Dicke zu viel Sonnenlicht ungehindert passieren kann, statt Strom zu erzeugen. Ein Trick ist nun, durch Zinkoxidkristalle das Licht so zu streuen, dass seine Wegstrecke in der Siliziumschicht wieder länger wird. Schwierig war es allerdings, die Zinkoxidkristalle in die richtige nanoskalige Form zu zwingen, damit der Trick funktioniert. Die Forscher haben aber einen günstigen Weg gefunden: Sie erstellen ein Negativ der gewünschten Struktur und lassen darauf die Zinkoxidkristalle wachsen. Diese Nanoschicht muss dann nur noch abgezogen werden.
Eine andere Entwicklungsrichtung ist die Grätzel-Zelle. Ihr Erfinder Michael Grätzel bekam dafür 2010 den Millennium-Preis, quasi den Nobelpreis für Ingenieure. Sie erzeugt den Strom nicht in Halbleiterschichten, sondern in speziellen Farbstoffen, nach einem von der natürlichen Photosynthese abgeschauten Schema. Die Verheißung: billige, flexible und durchsichtige Solarzellen – selbst Fenster könnten so zum Photovoltaik-Paneel werden. Und auch in dieser Entwicklung steckt „Nano“ drin: Nötig ist nämlich auch Titandioxid, welches die vom Sonnenlicht aus dem Farbstoff freigesetzten Elektronen auffängt und in den Stromkreis leitet. Und dieses Titandioxid ist ein nanoporöses oder in Nanopartikeln vorkommendes Material – beliebt auch als weißes Farbpigment in Wandfarbe und als UV-Reflektor in Sonnencremes.
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Prof. Dr. Wolfgang Heckl Direktor Deutsches Museum, München
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NanoWebTalk: Gelungene Premiere mit dem Direktor des Deutschen Museums
Es war eine kurzweilige informative Reise in die Welt der Nanotechnologie, die die Teilnehmer beim ersten NanoWebTalk der Nanostart AG erleben durften. Professor Dr. Wolfgang Heckl, Direktor des Deutschen Museums in München und Aufsichtsrat bei der Nanostart, ist nicht nur ein brillanter Wissenschaftler, sondern versteht es auch, schwierigste Materie unterhaltsam zu vermitteln.
„Nanotechnologie zwischen Hype und Hope“, unter diesem Titel lud Professor Heckl die Zuschauer beim NanoWebTalk am 25. Januar zu einer Reise durch die Nanotechnologie ein. Faszinierend, wie er dabei Querverbindungen herstellte. Alles hängt mit allem zusammen. Wissenschaftliche Grafiken, Aufnahmen durchs Rastertunnelmikroskop aber auch Comics und das bayrische Original Karl Valentin zog er dabei heran zur Erklärung der Welt der Nanotechnologie. Professor Heckl hält übrigens auch einen nanotechnologischen Rekord für das kleinste Loch der Welt mit dem Durchmesser eines Atoms, das er selbst gebohrt hat.
Es war ein gelungener Auftakt: Rund 80 Teilnehmer hatten sich zum ersten NanoWebTalk angemeldet. Wer nicht die Gelegenheit hatte, den Vortrag von Professor Heckl zu verfolgen, oder den Vortrag noch einmal sehen möchte, kann das hier nachholen.
Der nächste NanoWebTalk findet am 15. Februar um 17:00 Uhr mit dem Wissenschaftsjournalisten Niels Boeing statt. Sein Vortragstitel lautet: „Nanotechnologien – Risiken und (mediale) Nebenwirkungen“.
Mit der interaktiven webbasierten Vortragsreihe NanoWebTalk bietet die Nanostart Interessierten die Möglichkeit, sich live im Web Vorträge von Experten zur Nanotechnologie und unterschiedlichen Aspekten anzuhören. Die Teilnahme ist kostenlos und findet nach Anmeldung unter www.nanowebtalk.de vom eigenen Computer aus statt. Mit den NanoWebTalks möchte die Nanostart dem gesellschaftlichen Diskurs zur Nanotechnologie eine Plattform bieten und zu einer sachlichen Diskussion zu den Chancen, Vorteilen und möglichen Risiken der Nanotechnologie beitragen. Mehr Informationen zum NanoWebTalk finden Sie hier >>
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Niels Boeing, Wissenschaftsjournalist |
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Ankündigung: NanoWebTalk mit Niels Boeing am 15. Februar 2012
Am 15. Februar um 17.00 Uhr ist Wissenschaftsjournalist Niels Boeing zu Gast beim NanoWebTalk der Nanostart. Sein Vortragsthema wird lauten: 'Nanotechnologie: Risiken und (mediale) Nebenwirkungen'. Im Interview erläutert er, worum es dabei geht.
Herr Boeing, Sie sind Journalist und Diplom-Physiker und beschäftigen sich schon lange mit der Nanotechnologie. Im NanoWebTalk reden Sie auch über die „medialen Nebenwirkungen“ der Nanotechnologie. Was kann man sich darunter vorstellen?
Boeing: Mit medialen Nebenwirkungen meine ich, wie sich das Bild der Nanotechnik in den vergangenen 15 Jahren gewandelt hat. Die Medien haben meistens die Darstellung widergespiegelt, die Forschung und Forschungspolitik ihnen angeboten haben. Rückblickend betrachtet ist diese Darstellung nicht immer sehr glücklich gewesen. Mit dem Ergebnis, dass Nanotechnik heute sehr verengt betrachtet und wiedergegeben wird: Da sind dann der kratzfeste Autolack – tolle Sache –, die Sonnencreme mit Nanopartikeln – gemischte Gefühle – oder die Nanoröhren, die das neue Asbest sein sollen – bedrohlich. Diese Bilder können schnell ein Eigenleben führen und verschleiern, was Nanotechnik so interessant macht: nämlich Werkstoffe und technische Dinge auf der Nanoskala zu verbessern und damit auch Ressourcen sparen zu können.
Gibt es denn überhaupt „die Nanotechnologie“? Oder sind es nicht viele Nanotechnologien?
Boeing: "Die" Nanotechnologie gibt es sicher nicht. Es handelt sich nicht um eine einheitliche Technologie, die irgendwie mit einem Objekt namens "Nano" hantiert. Aber die Forschungsszene hat lange Zeit den Eindruck erweckt, als sei es zumindest eine kohärente Technologie – womit sie im Grunde, ohne es zu wollen, die umstrittene Vision von Eric Drexler weitergeführt hat. Er sah ja Nanotechnologie als eine einheitliche Technologie von "Assemblern", das heißt Nanorobotern. Erst wenn wir uns darüber klar werden, dass wir es mit einer neuen Epoche der Technik zu tun haben, können wir nüchterner und gelassener an die Sache gehen. Wir können die Chancen besser herausarbeiten, aber auch Risiken ernst nehmen, ohne gleich das gesamte Technikgebiet in Frage stellen zu müssen.
Kann man im Sinne einer differenzierten Betrachtung sagen, dass es Bereiche gibt, in denen uns die Nanotechnologie entscheidend weiter bringen kann und andere, wo mögliche Risiken noch nicht ausreichend erforscht sind?
Boeing: Nanotechnik ist kein Selbstläufer. Trotz der Milliarden, die weltweit in den letzten Jahren investiert worden sind, ist es immer noch schwer, vielversprechende Ideen vom Labor-Prototyp auf eine marktreife Anwendung hoch zu skalieren. Das kann man sehr gut in der Nanoelektronik sehen, wo es an guten Konzepten nicht mangelt. Für Ressourceneffizienz, Energietechnik und Medizin bieten verschiedene Nanotechnologien ein Riesenpotenzial. Was die mögliche Toxizität von Nanomaterialien anbelangt, wartet noch eine Menge Arbeit. Bei vielen Stoffen ist es noch zu früh, ein verlässliches Urteil abzugeben. Dabei kommt uns aber zugute, dass bislang noch nicht viele "engineered nanoparticles" in die Umwelt entlassen worden sind. Allerdings sollten wir Risiken nicht mit Umweltrisiken gleichsetzen. Sollten in den kommenden 10, 20 Jahren einige neue, bahnbrechende Nanoanwendungen Erfolg haben, müssen wir auch sehr genau hinschauen, wie sie sich wirtschaftlich und gesellschaftlich auswirken können. Technologien verändern auch immer das Zusammenleben, wie das Web oder jetzt das Mobile Computing zeigen. Da gibt es bei allen Fortschritten auch immer ein paar unangenehme Überraschungen. Die Nanotechnik wird da keine Ausnahme machen.
Vielen Dank Herr Boeing.
Mehr Informationen zum NanoWebTalk erhalten Sie unter: www.nanowebtalk.de.
Hier gelangen Sie zur Anmeldung.
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Nanostart in Forschung und Lehre: Vortrag vor Wirtschaftsstudenten
Gespannte Aufmerksamkeit für den Mann aus der Praxis: Die Wirtschaftsstudenten der Goethe Universität in Frankfurt folgten am 11. Januar interessiert dem Vortrag von Hansjörg Ruof, Senior Venture Partner der Nanostart.
Dabei ging es um die Chancen und Herausforderungen des Venture Capital Geschäfts im Bereich Nanotechnologie. Auf Einladung der Goethe Finance Association (GFA), erläuterte er das Geschäft der Nanostart und die Besonderheiten der Wagniskapitalfinanzierung anhand von Beispielen aus der Praxis. Die Diskussionen beim anschließenden Get-Together zeigten, wie wertvoll Gastvorträge von Managern aus der Industrie für die Studenten sind. Diese nutzen intensiv die Möglichkeit zum Austausch mit Ruof und weiteren Vertretern des Nanostart-Teams.
Die Nanostart AG ist seit September 2011 Fördermitglied der GFA. Weitere Information über die GFA erhalten Sie hier >>
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11.01.2012
NanoWebTalk: Neue Veranstaltungsreihe der Nanostart AG zur Nanotechnologie >>
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Mittwoch, 1. Februar 2012, 15:05 - 15:35 Uhr
Close Brothers Seydler Bank AG - Small & Mid Cap Conference 2012, Frankfurt >>
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Mittwoch, 15. Februar 2012, 17:00 - 18:00 Uhr
NanoWebTalk mit Niels Boeing >>
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Donnerstag, 16. Februar 2012, 13:00 - 14:00 Uhr
nanotech Tokyo 2012, Tokyo >>
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Kontakt
Dr. Hans Joachim Dürr Head of Corporate Communications
T +49 (0) 69-21 93 96-111 F +49 (0) 69-21 93 96-150 e-mail: presse@nanostart.de website: www.nanostart.de
Nanostart AG Goethestraße 26-28 D-60313 Frankfurt am Main Germany
CEO: Marco Beckmann Supervisory Board: Dr. Alfred Krammer (chairman), Prof. Wolfgang M. Heckl (vice chairman), Achim Lindner Commercial register: Frankfurt am Main, HRB 74535
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