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Liebe Leserin, lieber Leser,
na, sind die Winterreifen schon drauf? – nicht dass Sie jetzt ein schlechtes Gewissen bekommen, aber alleine diese Frage zeigt, wie selbstverständlich für uns das Auto ist. Dass hier auch die Nanotechnologie immer selbstverständlicher wird, ist dagegen längst nicht so präsent wie der saisonale Reifenwechsel. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Nanotechnologie im Auto. Lesen Sie auch das Interview mit Dr. Jürgen Hofinger, dem Geschäftsführer unserer Beteiligung Namos. Außerdem sprachen wir mit Lutz Bungeroth, Vorstand der Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation, darüber, warum deren Technologie im Nahen Osten so geschätzt wird und berichten außerdem über den Besuch der Rusnanotech in Moskau. Das alles in diesem Newsletter.
Wir wünschen eine anregende Lektüre.
Ihr
 Dr. Hans Joachim Dürr Head of Corporate Communications
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„Die Leistungsfähigkeit unserer Filter liegt 4 bis 5-mal höher als die herkömmlicher Wasserfilter“ - ItN-Vorstand Lutz Bungeroth im Interview Die ItN Nanovation AG hat im Oktober gemeldet, dass die Verträge für das Joint Venture in Saudi-Arabien mit dem saudischen Partner Juffali und deutschen Industrieinvestoren unterzeichnet wurden. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen wird im Nahen Osten und Nordafrika („MENA-Region“) die nanokeramischen Flachfilter CFM Systems sowie das entsprechende Zubehör vertreiben. Die Region gehört zu den Kernmärkten der Trinkwasseraufbereitung. Die Produkte des Gemeinschaftsunternehmens sollen vor allem im Rahmen der Vorfiltration bei der Umkehrosmose zur Trinkwassergewinnung eingesetzt werden. Wir sprachen mit Lutz Bungeroth, Vorstand der ItN Nanovation AG, über den Einsatz der CFM-Technologie in der MENA-Region >>
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Von transparenten Solarzellen bis zu selbstheilenden Lacksystemen: Nanotechnologien im Automobil Wer sich alle paar Jahre einen neuen Mittelklassewagen kauft, entdeckt immer wieder viele neue Features, die ihm Spaß machen – vieles auf Basis von Nanotechnologie: Nano-imprägnierte Polster lassen zum Beispiel Flüssigkeiten mühelos von der Oberfläche abperlen und hinterlassen keinerlei Spuren. Oder die neueste Displaytechnologie, zum Beispiel in Bordcomputer oder Navigation basiert auf organischen Leuchtdioden, so genannten OLEDs, mit brillanteren Farben als je zuvor und auch im hellen Sonnenschein sehr gut abzulesen. Auch dieser Fortschritt ist also ein Erfolg der Nanotechnologie >>
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Mehr Zeit gebraucht als geplant: „Wir rechnen im nächsten Jahr mit den ersten Kunden“ - Namos-Geschäftsführer Dr. Jürgen Hofinger im Interview
Nicht zuletzt die diesjährige IAA hat wieder einmal gezeigt, wie rasant dort die Entwicklung in Bereichen wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Komfort dank Nanotechnologie fortschreitet. Und das gilt nicht nur für den Betrieb, sondern auch für die Herstellung. Die Nanostart-Beteiligung Namos GmbH ist ein Unternehmen, mit einer Technologie für die Katalysatorenproduktion. Wir sprachen mit Dr. Jürgen Hofinger, dem Geschäftsführer des Dresdner Unternehmens >>
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Nanostart auf der Rusnanotech 2011: „Wir sind genau am richtigen Ort“
„Was die Nanotechnologie betrifft, herrscht in Russland Aufbruchsstimmung, und wir sind aufgrund unserer Expertise zu diesem Zeitpunkt hier genau am richtigen Ort.“ So lautete das Fazit von Marco Beckmann, Vorstand der Nanostart, nach seinem Vortrag auf der diesjährigen Rusnanotech in Moskau >>
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Die Delegation aus der chinesischen Nanotechnologie-Hochburg Suzhou zu Gast bei der Nanostart AG
Vor wenigen Wochen empfing das Team der Nanostart AG die Delegation aus der chinesischen Technologie-Hochburg Suzhou in ihren Geschäftsräumen in Frankfurt. Das Meeting mit Vertretern des Souzhou Industrial Park (SIP) und dem dort beheimateten Nanotechnologiezentrum Nanopolis diente einem ersten Kennenlernen und dem Austausch über potenzielle zukünftige Kooperationsprojekte >>
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„Die Leistungsfähigkeit unserer Filter liegt 4 bis 5-mal höher als die herkömmlicher Wasserfilter“
Die ItN Nanovation AG hat im Oktober gemeldet, dass die Verträge für das Joint Venture in Saudi-Arabien mit dem saudischen Partner Juffali und deutschen Industrieinvestoren unterzeichnet wurden. Das geplante Gemeinschaftsunternehmen wird im Nahen Osten und Nordafrika („MENA-Region“) die nanokeramischen Flachfilter CFM Systems sowie das entsprechende Zubehör vertreiben.
Die Region gehört zu den Kernmärkten der Trinkwasseraufbereitung. Die Produkte des Gemeinschaftsunternehmens sollen vor allem im Rahmen der Vorfiltration bei der Umkehrosmose zur Trinkwassergewinnung eingesetzt werden. Wir sprachen mit Lutz Bungeroth, Vorstand der ItN Nanovation AG, über den Einsatz der CFM-Technologie in der MENA-Region.
Was macht die Region Naher Osten und Nordafrika zu einem Kernmarkt der Trinkwasseraufbereitung?
Bungeroth: Bei Jahresniederschlägen um die 100 Millimeter, wie wir sie in dieser Region verbreitet finden, gibt es praktisch keine natürlichen Oberflächengewässer wie Seen oder Flüsse. Rund 80 Prozent des Trinkwassers in Saudi-Arabien werden aus fossilem Grundwasser gewonnen, das sind Grundwasservorkommen aus vorgeschichtlicher Zeit.
Die entsprechenden Brunnen sind bis zu 1.200 Meter tief. Da es keine Trinkwasserqualität hat, muss das Wasser aufbereitet werden. Das Problem verschärft sich durch die schnell wachsende Bevölkerung. Schätzungen zu Folge reicht das Wasser aber noch rund 300 Jahre.
Warum genau muss das Trinkwasser aufbereitet werden?
Bungeroth: Sie müssen wissen, dass das Wasser grundsätzlich sehr salzhaltig ist, es enthält immer noch halb so viel Salz wie Meerwasser. Außerdem ist es sehr warm, rund 45 Grad Celsius. Die Salze müssen entfernt werden. So wie es gefördert wird, ist es nicht genießbar. Biologisch ist es allerdings tot, das heißt es enthält keine Bakterien, Viren oder Mikroorganismen, die eliminiert werden müssen.
Wie wird bei der Filtration vorgegangen?
Bungeroth: Die Entfernung der Salze, um Trinkwasser zu erhalten, läuft grundsätzlich in zwei Schritten ab. Zunächst wird das Grundwasser vorfiltriert. Anschließend wird es bei der sogenannten Umkehrosmose auf Trinkwasserqualität gebracht. Die bei der Umkehrosmose verwendeten Membranen sind empfindlich und sehr teuer. Je nach Qualität des Vorfiltrats halten sie unterschiedlich lang.
Deshalb kommt es sehr auf die Qualität der Vorfiltration an. Und das ist in diesem Fall unser Gebiet. Bei der Vorfiltration werden vor allem gelöste Stoffe wie Mangan und Eisen, teilweise auch Radium aus dem Wasser entfernt. Dazu haben wir nicht nur die Technologie, sondern auch die Prozesse entwickelt. Die restlichen gelösten Salze werden bei der Umkehrosmose entfernt.
Wie genau funktioniert die Vorfiltration der ItN?
Bungeroth: Über eine von uns speziell entwickelte Fällungsreaktion werden die Mangan- und Eisen-Ionen als Schlamm ausgefällt, den wir anschließend abfiltrieren. Dabei kommen unsere patentierten nanokeramischen Flachfilter, CFM-Systems, zum Einsatz. Sie ersetzen sowohl die einfachen Sandfilter als auch Polymerfilter, die bisher für die Vorfiltration eingesetzt wurden. In einem dreivierteljährigen Piloteinsatz vor Ort haben wir ihre Tauglichkeit nachgewiesen. Jetzt sind wir dabei, die Früchte unserer Entwicklungsarbeit zu ernten.
Wie hat es ItN geschafft, die saudi-arabischen Behörden von der Technologie zu überzeugen? Wo liegen die Vorteile von CFM-Systems gegenüber Sandfiltern beziehungsweise Polymerfiltern?
Bungeroth: Das Pilotprojekt hat unseren Partnern und den zuständigen Behörden eindrucksvoll vor Augen geführt, dass unsere Technologie herkömmlichen Polymerfiltern und natürlich auch den einfachen Sandfiltern weit überlegen ist.
Dadurch, dass die Keramik so robust ist, trotzt sie den aggressiven Bedingungen durch Salze und hohe Temperaturen. Das erhöht gegenüber Polymerfiltern die Lebensdauer um ein Vielfaches. Gleichzeitig sind sie wartungsärmer, man kann sie beispielsweise rückspülen, was bei anderen Filtern nicht möglich ist.
Das alles führt dazu, dass die spezifische Leistungsfähigkeit der Membranen im Praxiseinsatz bis um den Faktor 4,5 höher ist als bei derzeit im Einsatz befindlichen Polymermembranen namhafter Hersteller. Nicht zuletzt erhöht die hervorragende Qualität des Vorfiltrats auch die Lebensdauer und Effektivität der Umkehrosmose.
Sie haben gemeldet, dass für die Gründung des Joint Ventures noch Genehmigungen der Behörden ausstehen. Wann ist damit zu rechnen?
Bungeroth: Das zuständige Ministry of Water hat unser Verfahren bereits als anerkannte Methode bescheinigt. Die Zulassung, die wir noch für dieses Jahr erwarten, ist für deutsche Verhältnisse ähnlich wie eine Gewerbeanmeldung.
Vielen Dank Herr Bungeroth.
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Von transparenten Solarzellen bis zu selbstheilenden Lacksystemen: Nanotechnologien im Automobil
Wer sich alle paar Jahre einen neuen Mittelklassewagen kauft, entdeckt immer wieder viele neue Features, die ihm Spaß machen – vieles auf Basis von Nanotechnologie: Nano-imprägnierte Polster lassen zum Beispiel Flüssigkeiten mühelos von der Oberfläche abperlen und hinterlassen keinerlei Spuren. Oder die neueste Displaytechnologie, zum Beispiel in Bordcomputer oder Navigation basiert auf organischen Leuchtdioden, so genannten OLEDs, mit brillanteren Farben als je zuvor und auch im hellen Sonnenschein sehr gut abzulesen. Auch dieser Fortschritt ist also ein Erfolg der Nanotechnologie.
Kratzfeste und selbstheilende Lacke
Genauso wie auch die besonders hochwertige Lackierung, die es oft gegen Aufpreis gibt. Denn die glänzende Außenhaut, der Klarlack, ist mit winzigen Quarzpartikeln angereichert, die dem Lack eine höhere Kratzfestigkeit verleihen. Durch eine raffinierte Verarbeitung schaffen es die Lackspezialisten, die Teilchen homogen in der Oberfläche zu verteilen.
Kratzfeste Autolacke sind ein alter Wunschtraum, der bereits zum Teil realisiert ist. Der nächste Schritt in die Nano-Zukunft sind selbstheilende Systeme, die „Blessuren“ sogar selbst reparieren können. Dafür sorgen winzige Nanopartikel aus Keramik in Zusammenhang mit einer flexiblen polymeren Matrix. Gemeinsam kann das System zumindest nicht gar zu tiefe Kratzer wieder schließen.
Nicht minder raffiniert sind Lacke, die bei starker Sonneneinstrahlung das Reflexionsverhalten oder die Wärmeaufnahme der Beschichtung ändern und weniger Wärme absorbieren. Das entlastet die Klimaanlage und spart Kraftstoff. Solche wärmerückstrahlenden Lacke sind bereits auf dem Markt.
Nanofüllstoffe im Gummi
Was mancher Autobesitzer nicht weiß: In mancher Hinsicht wird Nanotechnologie schon seit Jahren verwendet. Nanoskalige Füllstoffe wie Rußpartikel (Carbon Black) und Kieselsäure (Silica), die rund 30 Prozent der Reifenmischung ausmachen, geben dem Gummi erst die erwünschten Eigenschaften wie Haftung, Abriebwiderstand, Ein- und Weiterreißfestigkeit.
Da die Komponenten Kautschuk und Silica aufgrund ihres unterschiedlichen chemischen Charakters zu keiner Verbindung im Gummi fähig sind, helfen hierbei bifunktionale organische Siliziumverbindungen, kurz als Organosilane bezeichnet. Diese Brückenmoleküle, die die beiden anderen Stoffe verbinden, sind allerdings erst ein paar Jahre auf dem Markt, werden aber immer häufiger eingesetzt. Alle drei Füllstoffe sind auch deshalb so wirksam, weil sie nanowinzig sind und eine hohe Oberfläche aufweisen.
Nanokleber statt Schweißen
Auch bei der Automobilherstellung spielt die Nanotechnologie schon eine Rolle. Stand der Technik ist dort das Kleben von vielen Teilen. Die Nanotechnologie ermöglicht dabei sogar ein Kleben auf Kommando. Dabei spielen Ferrite – dotierte Eisenoxide – eine entscheidende Rolle, die einen Durchmesser von gerade einmal zehn Nanometern haben. Diese Nanoteilchen sorgen dafür, dass die Klebschicht per Mikrowellen gleichmäßig und gezielt erwärmt wird und so der Klebeprozess mit hoher Qualität abläuft.
Solarzellen, Leuchtdioden und reflektierende Folien
Ein Blick in die Zukunft: Es gibt jede Menge neue Ideen aus der Nanowelt, die schon in Konzeptcars auf der IAA zu besichtigen waren, die aber vielleicht im nächsten Modell bereits Realität sein könnten. Transparente organische Solarzellen, durchsichtige und energiesparende Leuchtdioden, Infrarotlicht-reflektierende Folien sind nur einige Zutaten, die erstmals im Smart Forvision umgesetzt und auf der IAA im September 2011 gezeigt wurden.
Besonders auffällig sind die hexagonförmigen Flächen auf dem Fahrzeugdach, die – weltweit erstmalig – gleichermaßen lichtdurchlässig sind und aus dem einfallenden Licht Strom erzeugen, der die Multimediakomponenten und drei Ventilatoren im Fahrzeuginneren antreiben kann.
Technologisch basieren die Solarzellen der besonderen Art auf organischen Farbstoffmolekülen im Nanoformat. Direkt unter den Solarzellen ist eine weitere Nanoneuheit installiert: Transparente Organische Leuchtdioden (OLEDs), die beim Türöffnen oder auf Knopfdruck das Fahrzeuginnere erleuchten, gleichzeitig aber den Blick nach draußen ermöglichen.
Ein spezielles Hitzeschild bilden neuartige Folien, die in Windschutz-und Seitenscheiben die einfallende Wärmestrahlung der Sonne aus dem Fahrzeuginneren draußen halten. Die metallfreie Folie ist hochtransparent, wird zwischen die Scheiben des Sicherheitsglases platziert und gewährleistet eine bisher unerreichte Strahlen- und Hitzereflektion.
Auf der anderen Seite lässt sie Radiowellen für den Einsatz von GPS, Bluetooth oder Mobiltelefon ungehindert passieren. All diese Neuerungen werden schon bald in Serienfahrzeugen auftauchen, man darf heute schon gespannt sein.
Weniger Kraftstoff und mehr Sicherheit dank Nanotechnologie
Scheiben und Spiegel, die sich selbstständig den Lichtverhältnissen anpassen, Easy-to-clean-Beschichtungen für jederzeit einwandfreie Sicht, Sensoren, die vorausschauend den Fahrzustand je nach Witterung und bei Kollisionsgefahr verändern – unter dem Strich werden viele Innovationen aus dem Nanoreich, die Fahrsicherheit erhöhen und die Langlebigkeit der Fahrzeuge verbessern.
Verringerung von Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß werden laufend optimiert. Dabei ist es ein Weg, möglichst leichte Fahrzeuge herzustellen. Gefragt sind hier hochfeste Stähle, die dünnere Bleche möglich machen und somit gewichtssparend eingesetzt werden können. Eingelagerte Nanoteilchen aus metallischen Carbonnitriden verstärken die Dauerbelastbarkeit von Stahl um ein Vielfaches.
Auch die Dresdner Nanostart-Beteiligung Namos GmbH kann einen wichtigen Beitrag zur besseren Umweltverträglichkeit leisten. Mit der Technologie von Namos, die auf einer bionanotechnologischen Beschichtung der keramischen Katalysatorträgermaterialien beruht, können bei der Katalysatorherstellung rund die Hälfte an Edelmetallen wie Platin eingespart werden, deren Gewinnung außerdem die Umwelt stark belastet. Ein aktuelles Interview mit Vorstand Dr. Jürgen Hofinger finden Sie in diesem Newsletter.
Wie man sieht, wird gerade das Auto zur „Spielwiese“ für Nanotechnologie. In jeder neuen Fahrzeuggeneration wird sich der Trend zur Winzigkeit weiter verstärken. Wir werden auch in Zukunft aus dem Staunen nicht herauskommen.
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Mehr Zeit gebraucht als geplant: „Wir rechnen im nächsten Jahr mit den ersten Kunden“
Dr. Jürgen Hofinger, Geschäftsführer der Nanostart-Beteiligung Namos GmbH, im Interview über die aktuellen Entwicklungen bei der Gesellschaft.
Eines der eindrucksvollsten Beispiele für nanotechnologische Innovationen ist das Automobil. Nicht zuletzt die diesjährige IAA hat wieder einmal gezeigt, wie rasant dort die Entwicklung in Bereichen wie Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Komfort dank Nanotechnologie fortschreitet. Und das gilt nicht nur für den Betrieb des Autos, sondern auch für die Herstellung.
Die Nanostart-Beteiligung Namos GmbH ist ein Unternehmen, mit einer Technologie zur besseren Umweltverträglichkeit der Katalysatorenproduktion. Wir sprachen mit Dr. Jürgen Hofinger, dem Geschäftsführer des Dresdner Unternehmens.
Herr Hofinger, die von ihnen entwickelte Biotemplating-Technologie spart bei der Herstellung von Autokatalysatoren wertvolle Edelmetalle ein. Wie weit ist die Technologie? Wann werden Sie damit das erste Geld verdienen? Hofinger: Mit der Biotemplating-Technologie verfolgt die Namos einen grundsätzlich neuen Ansatz zur Steuerung von Prozessen an Oberflächen im Nanometer- und Mikrometermaßstab. Darin liegen die Chancen für eine Sprunginnovation in einer großen Anwendung wie der Fahrzeugkatalyse, selbst wenn diese bereits über Jahrzehnte kontinuierlich optimiert wurde. In der Etablierung einer so neuen Technologieplattform liegen aber ebenso auch die Herausforderungen, die hohen Anforderungen der Industrie zu erfüllen. Und zwar zuverlässig, reproduzierbar und konsistent.
Zwar merkt der Kunde letztlich von der besonders hohen Komplexität der Produkte nichts, die sichere Beherrschung der Materialien in der Entwicklung, die notwendig ist, um diese Reproduzierbarkeit zu erreichen, hat uns aber mehr Zeit gekostet als ursprünglich veranschlagt. Die Zeit war gut investiert, da wir jetzt nicht nur über die verschiedenen Einflüsse Bescheid wissen, sondern auch das Konzept der Edelmetalleinsparung visuell sichtbar machen können.
Da sich die Voraussetzungen am Markt nicht wesentlich geändert haben, können wir damit rechnen, den Markteinstieg bei den ersten Kunden im nächsten Jahr zu erreichen.
Wer werden die ersten Anwender sein, wer sind hier Ihre Verhandlungspartner? Hofinger: Eine der großen Stärken der Namos-Technologie in der Abgaskatalyse liegt in der Kompatibilität zu herkömmlichen Produktionsverfahren. Unsere Verhandlungspartner sind die sogenannten Beschichter. Es sind spezielle Unternehmen, die den porösen Wabenkörper aus Keramik, das Herz jedes Katalysators, mit den katalytisch aktiven Edelmetallen beschichten.
Etablierte Beschichter können unsere Technologie ohne größere Investitionskosten in ihre Produktion integrieren. Große Unternehmen in diesem Bereich werden aufgrund der Masse von einer leicht erreichbaren Edelmetalleinsparung besonders stark profitieren. Trotzdem wenden wir uns verstärkt auch an kleinere Beschichter, weil wir hier einen schnelleren Markteinstieg sehen. Voraussetzung war bislang jedoch, dass wir in der Entwicklung unsere Hausaufgaben machen.
Unsere Kunden müssen selbst den besonderen Einspareffekt unter ihren eigenen Bedingungen nachvollziehen können.
Arbeiten Sie schon an weiteren Anwendungen der Technologie, zum Beispiel eine Weiterentwicklung im Bereich Katalysator oder Anwendungen in anderen Branchen? Arbeiten Sie vielleicht auch schon an weiteren Technologien? Hofinger: Ein eher kleines Unternehmen wie die Namos GmbH muss immer auf eine gewisse Fokussierung achten, um sich nicht zu verzetteln. Das gilt besonders für Technologien, die in großen Märkten wie der Autoabgaskatalyse etabliert werden sollen. Unsere Kernkompetenzen liegen einerseits in der Nutzung von moderner Molekularbiologie für die Technik, einem Segment, in dem wir uns zu den weltweiten Pionieren zählen und andererseits in der Entwicklung von Katalysatortechnik für Gase und Flüssigkeiten.
In beiden Kompetenzbereichen gibt es neue Entwicklungen, die wir bereits frühzeitig mit potenziellen Kunden evaluieren und die bereits jetzt herausragende Eigenschaften versprechen. Vielen Dank Herr Dr. Hofinger.
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Nanostart auf der Rusnanotech 2011
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„Wir sind genau am richtigen Ort“
„Was die Nanotechnologie betrifft, herrscht in Russland Aufbruchsstimmung, und wir sind aufgrund unserer Expertise zu diesem Zeitpunkt hier genau am richtigen Ort.“ So lautete das Fazit von Marco Beckmann, Vorstand der Nanostart, nach seinem Vortrag auf der diesjährigen Rusnanotech in Moskau.
Beckmann stellte dem Fachpublikum die russische Situation für Investitionen in Nanotechnologie, ihre Chancen und Herausforderungen durch die Brille eines führenden internationalen Nanotechnologie-Investors dar. Denn aufgrund der starken Förderung der Nanotechnologie von staatlicher Seite boomt die Nanotechnologieszene.
Der Sachverstand der Nanostart, wenn es darum geht, das Zukunftspotenzial von jungen Nanotechnologie-Unternehmen zu beurteilen und sie mit Kommerzialisierungs-Know-how erfolgreich zu machen, ist deshalb gefragter denn je. Die Nanostart konnte in Moskau ihre Kompetenz auf diesen Gebieten dokumentieren und erhöhte gleichzeitig ihre Wahrnehmung als kompetenter Partner in der versammelten russischen Nanotechnologieszene.
Nanostart vor Ort in Russland
Die vor-Ort-Präsenz der Nanostart AG durch eine Tochtergesellschaft ist eine Grundvoraussetzung, in Russland Geschäfte zu machen. Mitte Oktober hatte die Nanostart in Moskau deshalb für umgerechnet rund 2,4 Mio. Euro eine Asset-Managementgesellschaft erworben, die als Nanostart Russia Asset Management Ltd firmieren wird.
Dazu Vladimir Bogomolov, Director Eastern Europe bei der Nanostart AG: „Wir haben von einer hochkarätigen Investorengruppe eine Gesellschaft erworben und das zu guten Konditionen. Denn bei der Kaufsumme von 2,4 Mio. Euro ist zu berücksichtigen, dass die Gesellschaft über eine gesetzlich vorgeschriebene Bareinlage in Höhe von umgerechnet rund 2,0 Mio. Euro und mehrere Mitarbeiter verfügt. Außerdem besitzt sie bereits die notwendige Lizenz für das Verwalten von Investment-Fonds. Durch die Präsenz vor Ort eröffnen sich immer mehr Optionen, aktiv zu werden. Konkrete Projekte, die sich daraus ergeben, werden dann über die russische Nanostart-Tochter gesteuert.“
Die erste Option hatte sich bereits im Frühjahr ergeben. Nanostart wurde aus einem internationalen Bewerberfeld ausgewählt, um zusammen mit russischen Partnern den Kama Fund First, einen regionalen Nanotechnologiefonds, der in der Region Perm aufgelegt wird, zu managen.
Geschäftsoptionen und persönliche Kontakte
Obwohl die Rusnanotech Ende Oktober erst zum vierten Mal stattfand, ist sie nicht nur die größte Nanotechnologie-Konferenz und -Messe in Russland, sondern auch eine der größten weltweit. Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig sie vor allem aber für die persönliche Kontaktpflege und das Knüpfen neuer Kontakte ist.
In Besprechungen und Meetings ging es für Marco Beckmann und Vladimir Bogomolov deshalb darum, weitere Geschäftsoptionen in der russischen Nanotechnologieszene für den bevorstehen Markteintritt in Russland zu erkennen, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen. Dazu Bogomolov: „Gerade in Russland ist es besonders wichtig, seine Geschäftspartner persönlich zu kennen, denn nur so kann das für die Deals notwendige Vertrauen aufgebaut werden.“
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Die Delegation aus der chinesischen Nanotechnologie-Hochburg Suzhou zu Gast bei der Nanostart AG
Vor wenigen Wochen empfing das Team der Nanostart AG die Delegation aus der chinesischen Technologie-Hochburg Suzhou in ihren Geschäftsräumen in Frankfurt. Das Meeting mit Vertretern des Souzhou Industrial Park (SIP) und dem dort beheimateten Nanotechnologiezentrum Nanopolis diente einem ersten Kennenlernen und dem Austausch über potenzielle zukünftige Kooperationsprojekte.
„Für uns ist China ein sehr spannender Markt, den wir genau beobachten“, sagt Dr. Stefan Elsser, Senior Investment Partner der Nanostart AG. „Die nanotechnologische Entwicklung schreitet dort enorm schnell voran und wird von der Regierung stark gefördert. In China entstehen sehr spannende Technologien und Produkte, die zudem auf einen riesigen Absatzmarkt treffen“, so Elsser weiter.
Der „Suzhou Industrial Park“ (SIP) ist ein Kooperationsprojekt zwischen den Regierungen Chinas und Singapurs und eine der größten Modernisierungsoffensiven Chinas.
Westlich von Shanghai erstreckt sich das Industriegebiet über 288 km². Neben 20.000 nationalen und multinationalen Unternehmen beherbergt der SIP auch das interdisziplinäre Nanotechnologiezentrum Nanopolis, eine staatliche wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung neuer Wissens-und Technologiefelder für die moderne Industrie. Um Nanopolis Suzhou zu bauen, wurden umgerechnet 1,5 Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Damit soll Suzhous Higtech- und Nanotechnologie-basierte Wirtschaft weiterentwickelt werden.
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10.10.2011
„Krankenkasse übernimmt Kosten“: Das Anlegermagazin Börse-online zur kommerziellen Behandlung von Hirntumorpatienten mit der Krebs-Therapie der Nanostart-Beteiligung MagForce AG >>
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12.10.2011
„Wagniskapitalgeber in Aufbruchstimmung“: Die Nanostart in einem Handelsblatt-Artikel über die Gründer- und Finanzierungszene in Deutschland. PDF Download (16KB) >>
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14.10.2011
Im Fokus: Singapur - Attraktiver Nanotechnologie-Standort mit Weltklasse-Infrastruktur, ein Beitrag der Nanostart AG in der Oktober-Ausgabe des Newsletter Nanonetz Bayern e.V.: PDF Download (342 kB) >>
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21.10.2011
„Talentiertes Singapur“: Die Wirtschaftswoche berichtet online über die Wissensgesellschaft Singapur und die Attraktivität des Stadtstaates für hoch qualifizierte Arbeitnehmer. Einer der Experten, die von den positiven Erfahrungen in Singapur berichten, ist Andreas Kröll, Managing Director der Nanostart Asia >>
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10.10.2011
Nanostart-Beteiligung MagForce AG gibt Behandlung des ersten Glioblastom-Rezidiv Patienten mit der NanoTherm Therapie bekannt >>
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20.10.2011
Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation AG: Verträge für Joint Venture in Saudi-Arabien mit Juffali finalisiert >>
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21.10.2011
Nanostart AG kauft Asset Manager in Russland >>
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31.10.2011
Nanostart-Beteiligung MagForce AG: Änderungen in Vorstand und Aufsichtsrat >>
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23.11.2011
Deutsches Eigenkapitalforum; Frankfurt >>
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23.11.2011
Wirtschaftstag Russland; Mannheim >>
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Kontakt
Dr. Hans Joachim Dürr Head of Corporate Communications
T +49 (0) 69-21 93 96-111 F +49 (0) 69-21 93 96-150 e-mail: presse@nanostart.de website: www.nanostart.de
Nanostart AG Goethestraße 26-28 D-60313 Frankfurt am Main Germany
CEO: Marco Beckmann Supervisory Board: Dr. Alfred Krammer (chairman), Prof. Wolfgang M. Heckl (vice chairman), Achim Lindner Commercial register: Frankfurt am Main, HRB 74535
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